Manuelle Medizin in Hamburg – gezielte Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates
Schmerzen im Rücken, ein steifer Nacken, Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule oder Beschwerden an Gelenken können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Nicht immer steckt hinter den Symptomen eine ausgeprägte strukturelle Schädigung. Häufig spielen auch funktionelle Störungen des Bewegungsapparates eine wichtige Rolle. Genau hier setzt die Manuelle Medizin an.
In der Privatpraxis für Orthopädie von Jan Deichmann, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in Hamburg, gehört die Manuelle Medizin zu den konservativen Möglichkeiten zur Untersuchung und Behandlung von Beschwerden des Muskel- und Skelettsystems. Mit gezielten manuellen Untersuchungstechniken können Beweglichkeit, Gelenkfunktion, Muskulatur und das Zusammenspiel verschiedener Strukturen beurteilt werden.
Ziel ist dabei nicht allein, einen schmerzenden Bereich zu behandeln. Entscheidend ist zunächst die Frage: Woher kommen die Beschwerden tatsächlich?
Denn die Stelle, an der Schmerzen wahrgenommen werden, muss nicht zwangsläufig auch deren Ursache sein.
Was ist Manuelle Medizin?
Die Manuelle Medizin ist ein ärztliches Verfahren zur Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Dabei werden überwiegend die Hände eingesetzt, um Gelenke, Wirbelsäule, Muskulatur und angrenzende Strukturen zu untersuchen.
Der Arzt prüft beispielsweise:
- Beweglichkeit einzelner Gelenke
- Funktion verschiedener Wirbelsäulenabschnitte
- Muskelspannung und Muskelverkürzungen
- schmerzhafte Bewegungseinschränkungen
- funktionelle Zusammenhänge zwischen verschiedenen Körperregionen
- Bewegungsmuster und Fehlbelastungen
Die Manuelle Medizin verbindet dabei Diagnostik und Behandlung.
Nach Definition der ärztlichen Weiterbildung umfasst die Manuelle Medizin die Erkennung und Behandlung reversibler Funktionsstörungen des Bewegungssystems einschließlich möglicher Wechselwirkungen mit anderen Funktionssystemen.
Manuelle Medizin beim Orthopäden in Hamburg
Gerade in der Orthopädie ist eine genaue Untersuchung des Bewegungsapparates besonders wichtig.
Bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder Ultraschall können wertvolle Informationen liefern. Sie zeigen jedoch vor allem strukturelle Veränderungen. Die Frage, wie sich ein Gelenk tatsächlich bewegt, welche Bewegung Schmerzen auslöst oder welche Muskelgruppen auffällig angespannt sind, lässt sich häufig erst bei der körperlichen Untersuchung beantworten.
Die manuelle Untersuchung ergänzt deshalb die klassische orthopädische Diagnostik.
Jan Deichmann verfügt neben seiner Facharztqualifikation für Orthopädie und Unfallchirurgie über die Zusatzqualifikation Manuelle Medizin/Chirotherapie. Dadurch können manualmedizinische Techniken gezielt in ein umfassendes orthopädisches Behandlungskonzept eingebunden werden.
Die Manuelle Medizin ist dabei kein isoliertes Verfahren. Je nach Befund können weitere konservative Therapieformen sinnvoll sein.
Bei welchen Beschwerden kann Manuelle Medizin eingesetzt werden?
Manuelle Medizin kann insbesondere bei funktionellen Beschwerden des Bewegungsapparates eine Behandlungsoption darstellen.
Typische Beschwerden sind beispielsweise:
Rückenschmerzen
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten orthopädischen Beschwerden. Ursachen können unter anderem Muskelverspannungen, Fehlbelastungen, eingeschränkte Beweglichkeit einzelner Wirbelsäulenabschnitte oder degenerative Veränderungen sein.
Mit einer manualmedizinischen Untersuchung lässt sich beurteilen, welche Strukturen möglicherweise an den Beschwerden beteiligt sind.
Nackenschmerzen
Langes Sitzen am Schreibtisch, Bildschirmarbeit oder einseitige Belastungen können zu Verspannungen und Bewegungseinschränkungen im Bereich der Halswirbelsäule führen.
Auch hier kann eine gezielte Untersuchung helfen, funktionelle Einschränkungen zu erkennen.
Beschwerden der Brustwirbelsäule
Blockierungsgefühle oder Schmerzen zwischen den Schulterblättern können aus der Brustwirbelsäule, der Muskulatur oder den angrenzenden Gelenken entstehen.
Da verschiedene Strukturen eng miteinander verbunden sind, wird nicht ausschließlich der schmerzhafte Punkt betrachtet.
Bewegungseinschränkungen
Wenn sich beispielsweise der Kopf nicht mehr vollständig drehen lässt oder Bewegungen der Wirbelsäule eingeschränkt erscheinen, kann eine funktionelle Untersuchung sinnvoll sein.
Schulterbeschwerden
Schulterprobleme können ihren Ursprung nicht ausschließlich im Schultergelenk haben. Auch Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Schulterblattführung und Muskulatur können eine Rolle spielen.
Eine umfassende orthopädische Untersuchung hilft, diese Zusammenhänge zu erkennen.
Hüft- und Beckenbeschwerden
Auch Beschwerden im Bereich von Hüfte, Becken oder Kreuz-Darmbein-Gelenk können mit funktionellen Veränderungen einhergehen.
Dabei ist insbesondere die Abgrenzung zu strukturellen Erkrankungen wichtig.
Nicht jeder Rückenschmerz ist eine „Blockade“
Der Begriff „Blockade“ wird im Alltag häufig verwendet. Medizinisch sollte jedoch genauer unterschieden werden.
Rückenschmerzen können zahlreiche Ursachen haben. Dazu gehören beispielsweise:
- Muskelverspannungen
- Bandscheibenveränderungen
- Arthrose
- Verschleiß der Wirbelgelenke
- Fehlhaltungen
- Überlastungen
- Verletzungen
- entzündliche Erkrankungen
- neurologische Ursachen
Deshalb sollte vor einer manualmedizinischen Behandlung eine orthopädische Diagnostik stehen.
Erst wenn ernsthafte oder strukturelle Ursachen abgeklärt wurden, kann entschieden werden, ob eine manuelle Behandlung sinnvoll ist.
Wie läuft eine Untersuchung in der Manuellen Medizin ab?
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch über die Beschwerden.
Dabei können unter anderem folgende Fragen eine Rolle spielen:
Seit wann bestehen die Beschwerden? Wann treten die Schmerzen auf? Gibt es bestimmte Bewegungen, die die Symptome verstärken? Gab es Verletzungen oder Operationen? Bestehen Vorerkrankungen?
Anschließend folgt die körperliche Untersuchung.
Der Arzt beurteilt Haltung, Beweglichkeit und Funktion der betroffenen Körperregionen. Durch gezielte Bewegungs- und Provokationstests können mögliche Ursachen näher eingegrenzt werden.
Dabei wird häufig nicht nur der unmittelbar schmerzhafte Bereich untersucht.
Ein Beispiel: Schmerzen im Schulterbereich können mit der Halswirbelsäule zusammenhängen. Beschwerden im Knie können durch Veränderungen der Hüfte oder der Bewegungsachse beeinflusst werden.
Dieser funktionelle Blick auf den gesamten Bewegungsapparat ist ein wichtiger Bestandteil der Manuellen Medizin.
Mobilisation oder Manipulation – wo liegt der Unterschied?
In der Manuellen Medizin kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz.
Mobilisation
Bei einer Mobilisation wird ein Gelenk kontrolliert und wiederholt innerhalb seines natürlichen Bewegungsspielraums bewegt.
Ziel kann sein, die Beweglichkeit zu verbessern und muskuläre Spannungen zu reduzieren.
Manipulation
Bei bestimmten Funktionsstörungen können auch spezielle Impulstechniken eingesetzt werden. Dabei erfolgt eine kurze und kontrollierte Bewegung innerhalb eines medizinisch definierten Bereichs.
Solche Techniken werden jedoch nicht automatisch bei jedem Patienten eingesetzt.
Die Entscheidung hängt immer vom individuellen Befund sowie von möglichen Gegenanzeigen ab.
Warum eine ärztliche Untersuchung vor der Behandlung wichtig ist
Beschwerden des Bewegungsapparates können funktionell sein, sie können aber ebenso auf strukturelle Veränderungen zurückgehen.
Deshalb ist es wichtig, Symptome zunächst richtig einzuordnen.
Ein Orthopäde kann beispielsweise beurteilen, ob weitere Untersuchungen notwendig sind. Abhängig von den Beschwerden können Ultraschall, Röntgen, MRT oder weitere diagnostische Verfahren sinnvoll sein.
Erst danach lässt sich entscheiden, welche Behandlung geeignet erscheint.
Diese Verbindung aus orthopädischer Diagnostik und Manueller Medizin kann insbesondere bei komplexeren Beschwerden von Vorteil sein.
Manuelle Medizin als Teil einer konservativen orthopädischen Behandlung
Viele Erkrankungen und Beschwerden des Bewegungsapparates lassen sich zunächst konservativ behandeln.
Das bedeutet: Eine Operation ist nicht automatisch notwendig.
Je nach Ursache können verschiedene Maßnahmen kombiniert werden. Dazu können beispielsweise Bewegungstherapie, Physiotherapie, Eigenübungen oder weitere orthopädische Behandlungsverfahren gehören.
Die Manuelle Medizin kann dabei ein Bestandteil des Gesamtkonzeptes sein.
Entscheidend ist nicht die möglichst große Anzahl verschiedener Therapien, sondern die Auswahl der Verfahren, die zum jeweiligen Befund passen.
Was können Patienten selbst tun?
Eine manuelle Behandlung kann Funktionsstörungen beeinflussen. Langfristig spielt jedoch häufig auch die eigene Bewegung eine wichtige Rolle.
Deshalb können je nach Diagnose beispielsweise folgende Maßnahmen sinnvoll sein:
regelmäßige Bewegung, gezielte Kräftigung, Verbesserung der Beweglichkeit, Anpassung von Arbeitsplatz und Sitzposition sowie das Vermeiden dauerhaft einseitiger Belastungen.
Bei wiederkehrenden Beschwerden sollte außerdem geklärt werden, warum bestimmte Funktionsstörungen immer wieder auftreten.
Das Ziel einer Behandlung besteht deshalb nicht nur darin, kurzfristig Symptome zu reduzieren, sondern möglichst auch die auslösenden Faktoren zu erkennen.
Manuelle Medizin und Chirotherapie – ist das dasselbe?
Die Begriffe Manuelle Medizin und Chirotherapie werden im ärztlichen Bereich häufig gemeinsam verwendet.
Die Zusatz-Weiterbildung wird heute als „Manuelle Medizin“ bezeichnet. Historisch war vor allem der Begriff Chirotherapie verbreitet.
Gemeint sind ärztliche Untersuchungs- und Behandlungstechniken für funktionelle Störungen des Bewegungsapparates.
Für Patienten ist insbesondere wichtig, zwischen ärztlicher Manueller Medizin und anderen Berufs- oder Therapieformen zu unterscheiden.
Manuelle Medizin oder Physiotherapie?
Beide Bereiche können sich sinnvoll ergänzen.
Die ärztliche Manuelle Medizin beinhaltet zunächst die medizinische Diagnostik und Beurteilung der Beschwerden. Dabei kann entschieden werden, ob eine Funktionsstörung vorliegt und ob weitere Untersuchungen notwendig sind.
Physiotherapie verfolgt häufig einen längerfristigen therapeutischen Ansatz mit Bewegungsübungen, Mobilisation, Muskeltraining und Anleitung für den Alltag.
Je nach Beschwerdebild kann die Kombination verschiedener Maßnahmen sinnvoll sein.
Wann sollte man bei Rückenschmerzen zum Orthopäden?
Rückenschmerzen sind häufig vorübergehend und verschwinden innerhalb kurzer Zeit wieder.
Eine orthopädische Untersuchung ist jedoch insbesondere sinnvoll, wenn Schmerzen länger anhalten, regelmäßig wiederkehren oder die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt ist.
Auch bei ausstrahlenden Schmerzen, Gefühlsstörungen, Kraftverlust oder Beschwerden nach einem Unfall sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Bei plötzlich auftretenden starken neurologischen Symptomen oder anderen akuten Warnzeichen ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich.
Manuelle Medizin bei Jan Deichmann in Hamburg
Jan Deichmann ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und besitzt die Zusatzqualifikation Manuelle Medizin/Chirotherapie.
In seiner orthopädischen Privatpraxis in der Hamburger Innenstadt liegt ein Schwerpunkt auf konservativen Behandlungsmöglichkeiten des Bewegungsapparates.
Dabei steht zunächst die genaue Untersuchung im Mittelpunkt.
Die Manuelle Medizin kann insbesondere dann eingesetzt werden, wenn funktionelle Bewegungseinschränkungen oder muskuläre beziehungsweise gelenkbezogene Beschwerden festgestellt werden.
Abhängig vom Befund können manualmedizinische Verfahren mit weiteren konservativen Behandlungsmöglichkeiten kombiniert werden.
Manuelle Medizin zentral in Hamburg
Die Praxis befindet sich in der Lilienstraße 15, 20095 Hamburg und damit zentral in der Hamburger Innenstadt.
Durch die Lage zwischen Hauptbahnhof, Innenstadt und St. Georg ist die Praxis aus vielen Teilen Hamburgs gut erreichbar.
Patientinnen und Patienten kommen unter anderem aus:
Hamburg-Altstadt, St. Georg, HafenCity, Winterhude, Eppendorf, Uhlenhorst, Hohenfelde, Rotherbaum, Harvestehude sowie weiteren Stadtteilen und dem Hamburger Umland.
Die Praxis ist eine Privatpraxis für Orthopädie. Termine können von privat versicherten Patienten sowie Selbstzahlern vereinbart werden.
Häufige Fragen zur Manuellen Medizin
Was macht ein Orthopäde bei der Manuellen Medizin?
Der Orthopäde untersucht Beweglichkeit, Gelenkfunktion, Muskelspannung und funktionelle Zusammenhänge des Bewegungsapparates. Abhängig vom Befund können anschließend gezielte manuelle Techniken eingesetzt werden.
Kann Manuelle Medizin bei Rückenschmerzen helfen?
Bei bestimmten funktionellen Ursachen von Rückenschmerzen kann Manuelle Medizin eine mögliche Behandlung darstellen. Zunächst sollte jedoch geklärt werden, wodurch die Beschwerden verursacht werden.
Was ist der Unterschied zwischen Manueller Medizin und Chirotherapie?
Die Begriffe werden im ärztlichen Bereich weitgehend synonym verwendet. Die heute gebräuchliche Zusatzbezeichnung lautet Manuelle Medizin.
Muss bei einer manuellen Behandlung immer „eingerenkt“ werden?
Nein. Manuelle Medizin besteht aus unterschiedlichen Untersuchungs- und Behandlungstechniken. Mobilisationen, Weichteiltechniken und andere Verfahren können ebenso eingesetzt werden. Eine Manipulation ist nur eine mögliche Technik.
Ist Manuelle Medizin für jeden Patienten geeignet?
Nein. Ob eine manualmedizinische Behandlung geeignet ist, hängt von der Diagnose, möglichen Vorerkrankungen und dem individuellen Befund ab. Deshalb steht vor der Behandlung eine ärztliche Untersuchung.
Termin für Manuelle Medizin in Hamburg
Wenn Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen immer wieder auftreten, lohnt sich eine genaue Ursachenklärung.
In der Privatpraxis für Orthopädie Jan Deichmann in Hamburg können Beschwerden des Bewegungsapparates orthopädisch untersucht und hinsichtlich möglicher funktioneller Ursachen beurteilt werden.
Die Manuelle Medizin bietet dabei die Möglichkeit, Bewegungsstörungen nicht ausschließlich anhand von Bildern oder einzelnen Symptomen zu betrachten, sondern den Bewegungsapparat unmittelbar zu untersuchen.
Ziel ist eine individuell abgestimmte konservative Behandlung mit dem Schwerpunkt auf Beweglichkeit, Funktion und einer möglichst nachhaltigen Verbesserung der Beschwerden.